• Bürourlaub vom 15.08.2019 bis 03.09.2019, ab Mittwoch, den 04.09.2019 sind wir wieder für Sie da.

Um Zahlungsausfälle zu vermeiden, sollte vor Geschäftsabschluss die Bonität des Kunden geprüft werden.

Sie können von Ihrem Geschäftskunden eine aktuelle Selbstauskunft verlangen oder sich eine Bankauskunft einholen, die Sie über die wirtschaftlichen Verhältnisse und die Zahlungsfähigkeit Ihres Kunden informiert.
Für die Bankauskunft müssen Sie der Bank ein berechtigtes Interesse vorbringen, z.B. dass Sie ein Geschäft mit dem Kunden abschließen möchten. Sofern der Geschäftskunde nicht ausdrücklich widersprochen hat, erhalten Sie diese auf jeden Fall. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie hellhörig werden. Fragen Sie Ihren Kunden nach dem Grund hierfür.
Bei Privatkunden sieht es anders aus. Hier muss dieser zuvor erst zustimmen, bevor Sie Informationen erhalten.
Die Kosten liegen bei ca. 20 € je Auskunft. Möglicherweise fallen auch Jahresgebühren an.

Ob ihr Geschäftskunde bereits in einem Insolvenzverfahren steckt erfahren Sie auf www.insolvenzbekanntmachungen.de.
Bei Privatkunden können Sie auf www.vollstreckungsportal.de ersehen, ob er eine Vermögensauskunft abgegeben hat.
Die Auskunft ist mit Kosten von 4,50 € verbunden. Zusätzlich müssen Sie sich zuvor registrieren und einen Grund für Ihr Anliegen vorbringen.

Auch bei Creditreform, Bürgel, Hoppenstedt oder der Schufa können Sie Informationen erhalten.
Kosten: Je nach Anbieter Jahresbeiträge von mehreren hundert Euro plus Gebühren je Abruf.

Online-Anbieter sind meist günstiger, enthalten aber auch weniger Informationen.

Über das Handelsregister bzw. Bundesanzeiger, der Firmenhomepage, die Presse, Auskunfteien oder bei Geschäftspartnern und befreundeten Firmen können Sie auch eigene Daten sammeln und sind somit nicht auf fremde Informationen angewiesen.

Folgende Informationen helfen Ihnen bei der Beurteilung ihres Kunden:

  • Hat das Unternehmen häufiger die Geschäftsführung, die Führungspositionen, den Unternehmensstandort, die Bankverbindung gewechselt?
  • Nutzt der Kunde volle Zahlungsziele, zahlt unpünktlich, wünscht längere Zahlungsziele oder Stundungen oder verweigert er der Zahlung per Lastschrift?
  • Verweigert er eine Bankauskunft?
  • Hat der Kunde mehrere Mitarbeiter entlassen oder ist er in Kurzarbeit?
  • Hat er Filialen ohne Angabe von Gründen geschlossen?
  • Der Kunde investiert nicht mehr in neue Anlagen und in die Produktenwicklungen?

Die Beschaffung von Daten ist in jedem Fall mit Aufwand und Kosten verbunden. Teilen Sie deshalb Ihre Kunden je nach Kauf-/ Auftragsvolumen in verschiedene Gruppen (A-, B-, und C-Kunden) ein und passen Sie Ihre Recherchen daran an. Für größere Kunden sollten Sie zusätzlich ein Risikoprofil erstellen und Maßnahmen zur Absicherung ergreifen.

Auch Bestandskunden sollten einer jährlichen Prüfung unterzogen werden. Hier können Sie auf Ihre Erfahrungswerte zurückgreifen.

Egal wie Sie Ihren Kunden einschätzen. Sie sollten auf jeden Fall einen Eigentumsvorbehalt bis zur vollständigen Bezahlung der Ware vereinbaren.

Vereinbaren Sie möglichst Barzahlung, Zahlung per Vorkasse oder Nachnahme oder zumindest eine Zahlung per Lastschrift.
Bestehen Sie auf Teilzahlungen mindestens in der Höhe der Vorleistungen.

Bei von Ihnen schlecht bewerteten Kunden sollten Sie versuchen, sich über einen Bürgen abzusichern oder eine Forderungsausfallversicherung abschließen.

Ist die Gefahr einer Kundeninsolvenz gegeben, sollten Sie im Zweifel lieber einmal auf einen Auftrag verzichten.

BMWi, Pressemitteilung vom 05.01.2016
Wie das Bundeswirtschaftsministerium in einer Pressemitteilung vom 05.01.2016 bekannt gibt, sind zum neuen Jahr neue Richtlinien zur Förderung unternehmerischen Know-hows in Kraft getreten. Damit unterstützt die Bundesregierung Gründerinnen und Gründer sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch Zuschüsse für Beratungsdienstleistungen. Das neue Programm bündelt die bisherigen Programme "Förderung unternehmerischen Know-hows" durch Unternehmensberatungen, "Gründercoaching Deutschland", "Turn-Around-Beratung" und "Runder Tisch" und unterstützt so die Beratungsförderung neu gegründeter sowie etablierter KMU. Sie erhalten besseren Zugang zu externem unternehmerischen Know-how. Die Hinzuziehung externer Beratungsangebote ist wichtig zur Vorbereitung und Begleitung von unternehmerischen Entscheidungen und stärkt die Bestandsfestigkeit von Gründungen sowie die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit bestehender Unterneh men. Für die überwiegend aus dem Europäischen Sozialfonds kofinanzierten Zuschüsse stehen für 2016 aus Bundesmitteln 16 Mio. Euro zur Verfügung.
Antragsberechtigt nach den neuen Richtlinien sind neu gegründete sowie bereits bestehende KMU sowie Freie Berufe im Sinne der EU-Mittelstandsdefinition. Antrags- und Bewilligungsbehörde für die neue Förderung ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

Quelle: Internetservice "Aktuelles aus Steuern und Recht" Beitrag: Unternehmensberatung - KW 4

Gesellschafter einer GmbH, die der GmbH ein verzinsliches Darlehen gewähren, müssen Gewinnausschüttungen mit ihrem persönlichen Einkommenssteuersatz versteuern, wenn Sie mit mindstens 10 % an dieser GmbH beteiligt sind. Nach § 32d Abs. 2 Satz 1 Nr. 1b EstG scheidet eine Besteuerung mit der meist günstigeren 25-prozentigen Abgeltungsteuer aus.

Da jedoch, anders als die unmittelbare Beteiligung, die mittelbare Beteiligung in diesem Paragraphen nicht ausdrücklich erwähnt wird, profitieren nach dem Finanzgericht Rheinland-Pfalz - im Gegensatz zu den Finanzämtern - zu mindest 10 Prozent mittelbar beteiligte Gesellschafter von der Abgeltungssteuer.

Bis die Finanzämter diese Entscheidung der Richter jedoch umsetzen, müssen sich benachteiligte Gesellschafter mit einem Einspruch gegen die Ablehnung der Abgeltungsteuer zur Wehr setzen.

Wir empfehlen zu diesem Thema den Artikel in der DeutscheHanderksZeitung, zu finden unter folgendem Link: Musterprozess zur Abgeltungsteuer

Das Verwaltungsgericht Koblenz hatte zu klären, ob die von der Finanzbehörde veranlasste Untersagung der Gewerbeausübung rechtmäßig war. Der Unternehmer aus der Unterhaltungsbranche hatte erhebliche Steuerschulden. Für mehrere Jahre wurde keine Steuererklärung abgegeben. Die Klage des Unternehmers hatte keinen Erfolg. Die Steuererklärungen hatte er zwar nachgereicht. Nach Auffassung des Gerichts gab es jedoch keinen ersichtlichen Weg, der zum Abbau der erheblich angehäuften Steuerschulden führen könnte. Der Kläger konnte diesbezüglich keine erfolgreiche Lösung vorbringen und wurde als gewerblich unzuverlässig eingestuft. Die Untersagung des Gewerbes war als rechtmäßig erachtet worden.

Quelle: Internetservice "Aktuelles aus Steuern und Recht" Beitrag: Unternehmensberatung - KW 1

Die Bundesregierung hat am 29. September den Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Rechtssicherheit bei Anfechtungen nach der lnsO beschlossen. Hiernach wird unter anderem die Vorsatzanfechtung durch den Insolvenzverwalter erschwert. Bisher hat ein Insolvenzverwalter die Möglichkeit, bestimmte Rechthandlungen (Zahlung) bis zu zehn Jahren vor Insolvenzantragstellung anzufechten und dadurch rückgängig zu machen. Im schlimmsten aller Fälle muss das erhaltene Geld an den Insolvenzverwalter zurückgezahlt werden. Folgendes soll sich nun zu Gunsten des Wirtschaftsverkehrs ändern:

• Für die Vorsatzanfechtung von Deckungshandlungen soll ein deutlich verkürzter Anfechtungszeitraum von vier (anstatt bislang zehn) Jahren gelten.

• Die Vorsatzanfechtung soll noch weiter eingeschränkt werden, wenn die gewährte Deckung kongruent ist, d.h. der Gläubiger die Bestellung der Sicherheit oder die Erfüllung der Forderung zu der Zeit und in der Art zu beanspruchen hatte. Anders als bislang, sollen diese Deckungen grundsätzlich erst dann anfechtbar sein, wenn der Gläubiger erkannt hat, dass der Schuldner bereits zahlungsunfähig war. Die Kenntnis der bloß drohenden Zahlungsunfähigkeit soll nicht mehr genügen.

• Darüber hinaus werden Gläubiger, die ihren Schuldnern Zahlungserleichterungen zur Überwindung vorübergehender Liquiditätsschwierigkeiten gewähren, Gewissheit haben, dass dies für sich genommen eine Vorsatzanfechtung nicht begründen kann. Zugunsten jener Gläubiger wird gesetzlich vermutet, dass sie bei später erhaltenen Zahlungen die Zahlungsunfähigkeit ihres Schuldners nicht kannten. Um einen Anfechtungsanspruch zu begründen, muss der Insolvenzverwalter das Gegenteil beweisen.

Die genannten Einschränkungen der Anfechtbarkeit gelten nicht in Fällen unredlicher Vermögensverschiebung bzw. Bankrotthandlungen.

 

Gesetzentwurf der Bundesregierung: RegE: Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Rechtssicherheit bei Anfechtungen nach der Insolvenzordnung und nach dem Anfechtungsgesetz

Aktuelles

Termine

01 Sep 2019
Bürourlaub vom 15.08.2019 bis 03.09.2019

26 Sep 2019
Vortrag Libertas Akademie Fachtagung vom 26.09.2019 bis 28.09.2019, Sprecher: Roland Huwer

03 Okt 2019
geschlossen wegen Reorganisation vom 03.10.2019 bis 06.10.2019

21 Dez 2019
Bürourlaub vom 21.12.2019 bis 06.01.2020